Willkommenskultur für ausländische Fachkräfte gestalten

Am 09.10.23 fand die Tagung „Die Fachkräfte von morgen – kommunale Ansätze im Bildungsbereich“ in Trier statt. Der Vorhabenleiter Cemalettin Özer war vor Ort als Referent dabei.
 
Der Druck, Fachkräfte zu finden, macht erfinderisch. Überall in Deutschland werden neue Ideen erprobt. Doch neben kreativen Werbekampagnen braucht es vor allem Bildung und Kooperation, um nachhaltig den Fachkräftebedarf zu decken. Wie man die Kräfte einzelner Zahnräder in der Bildungslandschaft bündeln und gemeinsam in Schwung bringen kann – darüber wurde auf der Tagung „Die Fachkräfte von morgen – kommunale Ansätze im Bildungsbereich“ gemeinsam diskutiert.
 
In 5 Fachforen wurden unterschiedliche Zahnräder der Fachkräftesicherung beleuchtet. Cemalettin Özer diskutierte mit den Anwesenden im Fachforum 1, welche Rolle Migrant*innenorganisationen bei der langfristigen Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland spielen und wie eine Kommunale Einbindung von Migrant*innenorganisationen umgesetzt werden kann.
Nicht nur Schüler*innen brauchen Orientierung in ihrer Region, auch die Unternehmen brauchen Kontaktmöglichkeiten, um sich potenziellen Fachkräften vorzustellen. Dabei helfen interaktive Portale und attraktive Berufsbildungsmessen. Im Fachforum 2 „What‘s next?“ Starthilfe am Übergang Schule-Beruf, wurden zwei besonders gelungene kommunale Beispiele aus Landkreisen vorgestellt.
Eine kommunale Strategie zur Fachkräftesicherung ohne Berücksichtigung der Bildung ist unvollständig. Wie und auf welche Art und Weise sich die kommunale Bildung und das Bildungsmanagements einbringen können, wurde im Fachforum 3 „Ein guter Plan: kommunale Strategien zur Fachkräftesicherung“ diskutiert.
Regionale Daten zeigen, wo für kommunale Bildungslandschaften Verbesserungspotentiale und Ansatzpunkte zur Fachkräftesicherung bestehen. Doch welche Indikatoren eignen sich besonders? Im 4. Fachforum wurde ein kommunaler Ansatz sowie übergreifende Erkenntnisse intensive diskutiert.
Im 5. Fachforum wurde über den ländlichen Raum gesprochen und wie Fachkräftesicherung hier gelingen kann.
 
Özer berichtet, der Ansatz, über Ehrenamtliche aus Migrant*innenorganisationen verwandte/bekannte Fachkräfte aus dem Ausland für ländliche Regionen anzusprechen, kam sehr gut an. Es gab großes Interesse den Ansatz auch in den anderen Regionen umzusetzen. Dazu erhielten die Teilnehmenden des ersten Fachforums im Nachgang eine Konzeptbroschüre von MOZAIK gGmbH per Mail.