Auftakt des Runden Tisches „Arbeitsmarktintegration in Minden-Lübbecke“

Am 10. September 2025 fand im Preußen-Museum in Minden die erste Sitzung des Runden Tisches Arbeitsmarktintegration im Kreis Minden-Lübbecke statt. Veranstaltet wurde das neue Format vom Kommunalen Integrationsmanagement des Kreises Minden-Lübbecke in Kooperation u.a. mit der Agentur für Arbeit Herford, der Diakonie Lübbecke und der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld.

Ziel des Runden Tisches ist es, die relevanten Akteure aus Unternehmen, Kammern, Behörden, Beratungsstellen und Bildungseinrichtungen zusammenzubringen, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten im Kreis Minden-Lübbecke zu entwickeln.

Einen fachlichen Impuls gab Katarina Culina, Referentin für internationale Berufsbildung am Institut der deutschen Wirtschaft e. V. in Köln. In ihrem Vortrag präsentierte sie die Ergebnisse einer Studie zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse aus Unternehmenssicht. Diskutiert wurden unter anderem die Chancen und Hürden bei Anerkennungsverfahren, die Bedeutung von Wertschätzung und Mitarbeiterbindung sowie die Vorteile der neuen Anerkennungspartnerschaft im Fachkräfteeinwanderungsgesetz.

Von MOZAIK nahmen Cemalettin Özer und Tetiana Pasichnyk teil. Im Austausch wurde deutlich, wie wichtig klare Beratungsstrukturen, schnelle Verfahren und leicht zugängliche Informationen für Unternehmen und Fachkräfte sind.

MOZAIK brachte seine Erfahrung aus zwei IQ-Projekten ein, die auch im Kreis Minden-Lübbecke aktiv sind:

  • Die Regionale Anerkennungs- und Qualifizierungsfachberatungsstelle berät seit 2012 mehrsprachig und hat bis Ende 2024 bereits über 10.000 Anerkennungssuchende in OWL unterstützt.
  • Mit dem Beruflichen Einwanderungs-Begleitungsservice durch Migrantenorganisationen in OWL begleiten derzeit fünf Fachkräftesicherungsbegleitende ausländische Fachkräfte mehrsprachig und kostenfrei, um sie im Kreis Minden-Lübbecke zu gewinnen, zu unterstützen und langfristig zu binden.

Besonders wertvoll waren die neuen Kontakte und der Austausch über bestehende Unterstützungsangebote und zentrale Ansprechpartner für Unternehmen – von den Kammern über ProRecognition und die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung bis hin zu bundesweiten Portalen wie Make it in Germany oder Anerkennung in Deutschland. Deutlich wurde: Für eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration braucht es vor allem weitere Zusammenarbeit und Vernetzung.

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